Massnahmen bei Funkausfall
Bei einem vermuteten Funkausfall arbeitest du dich strukturiert durch eine Checkliste, bevor du das eigentliche Notverfahren einleitest. Üblich ist die Eselsbrücke der grundlegenden Fehlerquellen: Lautstärke, Squelch, Frequenz, Headset-Stecker, richtige COM-Box aktiv, Audio-Panel-Schalter, Mikrofon-Taste klemmt nicht, und schliesslich Sicherungen (Circuit Breaker). Erst wenn keine dieser Massnahmen Wirkung zeigt, gilt der Funk als ausgefallen.
Transponder-Code 7600
Der international standardisierte Squawk-Code für Communication Failure ist 7600. Sobald du ihn setzt, erkennt ATC den Funkausfall am Radar und kann andere Verkehrsteilnehmer staffeln sowie die Flugplatzkontrolle vorwarnen. Parallel solltest du weiter blind auf der zuletzt zugeteilten Frequenz senden ("transmitting blind") – möglicherweise funktioniert dein Sender oder dein Empfänger nur einseitig nicht.
Verfahren bei VFR-Flügen
Als VFR-Pilot fliegst du grundsätzlich nach Sicht und kannst den nächsten geeigneten Flugplatz anfliegen. In kontrollierten Lufträumen (z. B. CTR Zürich oder Genf) hältst du dich an die im AIP publizierten Verfahren: oft bedeutet das, die Platzrunde regelkonform zu fliegen und auf Lichtsignale des Towers zu achten. Verlasse nach Möglichkeit kontrollierten Luftraum nicht ohne Plan und vermeide TMAs, wenn du sie umfliegen kannst.
Lichtsignale vom Tower
Da du keine Sprechfunk-Freigabe mehr empfangen kannst, kommuniziert der Tower mit Lichtsignalen einer Signallampe. Die wichtigsten Bedeutungen musst du auswendig kennen:
- Grün dauernd (in der Luft): Landung freigegeben; (am Boden): Start freigegeben
- Rot dauernd (in der Luft): anderem Flugzeug Vortritt geben, weiter kreisen; (am Boden): anhalten
- Grün blinkend (in der Luft): zur Landung zurückkehren; (am Boden): Rollen freigegeben
- Rot blinkend: Flugplatz unsicher, nicht landen / Rollbahn räumen
- Weiss blinkend (am Boden): zum Ausgangspunkt zurückkehren
Du bestätigst empfangene Signale tagsüber durch Wackeln mit dem Helikopter (in der Luft) bzw. Querruder-/Pedalbewegungen, nachts durch zweimaliges Ein- und Ausschalten der Landescheinwerfer.
IFR-Verfahren in Kürze
Obwohl PPL(H) eine VFR-Lizenz ist, fragt die Prüfung gerne nach den Grundzügen: Bei IFR fliegst du gemäss Flugplan weiter, hältst die zugeteilten Höhen und Routen ein und beginnst den Anflug zur erwarteten Ankunftszeit (EAT) oder ETA.
Prüfungsrelevanz
In der BAZL-Theorie wirst du nach Squawk-Code, Lichtsignal-Bedeutungen und Reihenfolge der Massnahmen gefragt. Lerne die Lichtsignal-Tabelle stur auswendig – sie ist ein typischer Multiple-Choice-Klassiker.